Zeitung, willst du ewig leben?

Über Freiheit und Medienökonomie. Zu Michael Fleischhackers Abgesang auf die Tageszeitung

Medien | Essay: Armin Thurnher | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Werden Zeitungen überleben? Und wie lange noch? Eine Glaubensfrage. Wo Glaubensfragen verhandelt werden, sind Eiferer nicht weit. Kaum jemand streitet eifriger als Michael Fleischhacker, der ehemalige Chefredakteur der Presse, mit Vergangenheit als Redakteur des Standard und der Kleinen Zeitung, derzeit freier Publizist. Er streitet fleißig gegen den Staat und für den Liberalismus, gegen die Moralisten und für sich.

Soeben hat er ein Buch mit dem Titel "Die Zeitung. Ein Nachruf" vorgelegt. Niemand hätte angenommen, hier stelle einer aus Gründen der Pietät auch nur eine Sekunde lang seine Streitlust zurück. Die These ist schnell referiert: Medienunternehmen und Journalisten müssen sich auf die neuen Bedürfnisse des Publikums im digitalen Zeitalter einstellen, sonst werden sie untergehen. Sich für moralisch überlegen haltende "Edeljournalisten" sind die Hauptschuldigen am Untergang der Zeitung.

Begründet wird das in drei Teilen. Der erste und der letzte Teil versuchen eine Art


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