Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Semmelweis: Hier gibt es nicht nur Mutterkuchen


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Das ist eine ziemlich schöne Gegend dort an der Endstation des 40ers, an den Ausläufern des Schafbergs in Richtung Gersthof. Villen, aber nicht zu protzig, Gärten, aber nicht zu imposant, Kindergärten an jedem Eck, Ordinationen in jedem Haus, dörflich. Und es steht fast immer eine Bim da, um einen nach etwa zehn, zwölf Minuten Wartezeit gemächlich in die Stadt zurückzubringen.

Prägende Insitution hier ist (noch) die Semmelweis-Klinik, die sich auf die kulinarische Infrastruktur aber interessanterweise nicht so auswirkt, wie das im Umfeld von Kliniken sonst der Fall ist, also keine Imbissstände und Würstelbuden. Dafür das Monte Rosa, ein elegantes Ristorante, das von den beiden sardischen Familien Nosrati und Pisano geführt wird. Gekocht werden hier vor allem italienische Klassiker, der sardischen Küche - eine wild-aromatische, grobe, wunderbare Hirtenküche - widmet man leider kaum Aufmerksamkeit. Schade.

Wien trifft Triest

Schräg gegenüber befindet sich übrigens die Österreich-Zentrale

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