Nachts im Museum

Immer den einen oder anderen Schritt voraus: Das Österreichische Filmmuseum feierte seinen 50. Geburtstag mit einem Festakt

Feuilleton | Reportage: Michael Omasta | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Was denkt man sich, wenn man so einen Film macht?", begehrt einer aus dem Publikum zu wissen. "Jeden Tag was anderes", erwidert Rainer Werner Fassbinder trocken. Außerdem finde er selbst seinen neuen Film "Faustrecht der Freiheit" eh ganz gelungen: "Bis auf den Schluss - der ist nicht gut, ne?"

Es sind Momente wie dieser Clip aus dem Videomitschnitt eines Publikumsgesprächs mit dem jungen Fassbinder, die blitzschlagartig eine Ahnung davon vermitteln, warum das Österreichische Filmmuseum weltweit so hohe Anerkennung genießt. Seit jeher war man hier vielen anderen, größeren Cinematheken den einen oder anderen Schritt voraus: Egal ob es sich um die Wiederentdeckung der lange vergessenen Marx Brothers handelte, die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem ephemeren Film oder 1976 die erste Retrospektive eines noch weithin unbekannten US-Regisseurs namens Martin Scorsese.

Am vergangenen Donnerstag fand nun ein "Festakt" anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums dieser Wiener Institution statt. Unter


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