Gelesen

Bücher, kurz besprochen

Politik | B. Tóth | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

"Bruder Spinne"

"Bruder Spinne", so taufte Helga Pollak-Kinsky ihr Tagebuch, dass sie als Zwölfjährige im Mädchenheim L410 des Ghettos Theresienstadt zu führen begann. Ihre Aufzeichnungen, ergänzt um jene ihres Vaters Otto, sind nun, mustergültig von Hannelore Brenner ediert, erschienen. Der Blick einer Heranwachsenden auf den Nazi-Wahnsinn berührt. Das Buch ist außerdem ein hervorragendes Zeitdokument, vor allem für jene Generation, die heute so alt ist, wie Helga Pollak damals war, und mit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr viel verbindet.

Helga Pollak-Kinsky: Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944. Edition Room 28,286 S., € 22,70


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige