"Eine Frage des Benehmens"

Jobs für den Lebensgefährten und hohe Spesen: Wie sparsam geht die Chefetage der Allgemeinen Unfall-Versicherungs-Anstalt mit dem Geld der Versicherten um?


Bericht: Benedikt Narodoslawsky
Politik | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Wenn sich Österreichs Arbeiter und Angestellte verletzen, dann haftet die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Sie übernimmt die Behandlungskosten für 4,7 Millionen Österreicher. Mit 1,2 Milliarden Euro ist der Versicherungstopf gefüllt. Österreichs Arbeitgeber dotieren ihn mit ihren Sozialversicherungsabgaben.

Nicht immer sind es Verletzte und Kranke, für die das Geld ausgeschüttet wird. In der AUVA ist von Geldverschwendung, Freunderlwirtschaft und sogar von verdeckter Parteienfinanzierung im ÖVP-Dunstkreis die Rede. Was ist dran? Dokumente, die dem Falter vorliegen, geben Einblick.

Es sind Fälle wie der von Werner Amon. Das ist jener Nationalratsabgeordnete, der bis zum Vorjahr noch als ÖVP-Fraktionsvorsitzender im Korruptionsuntersuchungsausschuss saß.

2009 wurde Amon zweiter Vizeobmann in der politisch besetzten AUVA, in der die Schwarzen die Mehrheit haben. Zweiter Vizeobmann in der Unfallversicherung, ein Amt, für das er monatlich rund 1000 Euro netto "Funktionsgebühr"

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