Puber geht

Der Schweizer Graffiti-Sprayer Puber wurde vergangene Woche verhaftet - sein Logo überzieht fast ganz Wien

Stadtleben | Nachruf: Birgit Wittstock | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Man kann ihm viel vorwerfen, aber Faulheit gewiss nicht: Kaum ein anderer Graffiti-Sprayer hat in Wien so viele Spuren hinterlassen wie er, der Mann, der sich Puber nennt und mit bürgerlichem Namen angeblich Renato S. heißt.

Kaum ein Winkel der Stadt, in dem man nicht auf seine Unterschrift trifft, im Graffitisprech auch "Tag" genannt. Puber ist manisch: In den vergangenen eineinhalb Jahren sprühte er sich seinen Weg durch die Straßenzüge, verewigte sich rücksichtslos an jeder beliebigen Hauswand, jedem Laternenmast, übersprühte Plakate, Schaufensterscheiben, Eingangstüren, Mauern, Hydranten und die Werke anderer Street-Artists.

Wie ein Hund markierte der Sprayer sein Territorium, machte dabei vor nichts halt und zog sich dadurch den Ärger von Hausverwaltungen, Hausbesitzern und der Stadtverwaltung zu. Und den Zorn seiner Street-Art-Kollegen.

Aber Puber, angeblich 30, stört das nicht. Im Gegenteil: Provokation ist das erklärte Ziel seiner Aktionen, und der Zorn der Geschädigten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige