Film Neu im Kino

Bombe an Bord - Action "Non-Stop"

Lexikon | Stefan Kluger | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Zugegeben, das Thema ist nicht neu. Auf einem Flug von New York nach London ist ein Terrorist an Bord, der eine hohe Summe Geld fordert. Und er verlangt sie via Mobiltelefon ausgerechnet vom Air-Marshal Marks (Liam Neeson). Dieser ist ein zerrissener, gebrochener Mann, der kurz vor Abflug noch darum bettelt, auf einem anderen, kürzeren Flug zum Einsatz zu kommen.

Als der ehemalige NYPD Cop auf dem Flug mit dieser schier ausweglosen Bedrohung konfrontiert wird, kämpft er anfangs in erster Linie gegen sich selbst. Die SMS mit der Forderung nach 150 Millionen Dollar sollte man jedenfalls besser ernst nehmen; andernfalls stirbt alle 20 Minuten ein Passagier.

Dem spanischen Regisseur Jaume Collet-Serra, der bereits in der Vergangenheit mit Neeson filmte, gelingt es, die Nerven des Publikums bis zum effektgeladenen Finale gehörig zu strapazieren. Das ist keine ganz kleine Leistung, da die Geschichte an sich ein ziemlicher Blödsinn ist; doch erfreulicherweise kann "Non-Stop" eine bis zur letzten Nebenrolle hochklassige Besetzung vorweisen. Jen Summers (Juliane Moore), die Sitznachbarin Marks', scheint vertrauenswürdig - oder etwa nicht? Könnte der Polizist Corey Stoll (Austin Reilly) ein starker Verbündeter sein, falls die Situation außer Kontrolle gerät? Und führt Flugbegleiterin Nancy (Michelle Dockery) vielleicht etwas im Schilde? Marks wird zunehmend misstrauisch: Ist es Instinkt oder vernebelt ihm doch nur der Whiskey die Sinne?

"Non-Stop" ist kein wirklich guter Film, dafür ist das Drehbuch einfach zu beliebig und lückenhaft. Und dennoch entwickelt der Streifen einen eigentümlichen Charme, der ganz allein dem bewährten Hauptdarsteller zuzuschreiben ist: Liam Neeson, B-Movie-Star.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis)


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