Kolumne Außenpolitik

Russland, Europa und die Krim: Was bringen Sanktionen?

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Der moralischen Empörung über die Besetzung der Krim stehen nur beschränkte Optionen für eine wirksame Antwort gegenüber. Das ukrainische Militär weiß, dass es in einer Konfrontation mit Russland keine Chance hätte. Niemand im Westen, weder in den USA und schon gar nicht in Europa, will wegen der Krim einen Krieg mit Russland riskieren.

Bleiben zwei realpolitische Optionen: entweder Putins Aggression verbal zu verurteilen und hinzunehmen, wofür es in der Geschichte unheilvolle Vorbilder gibt, oder ihn mit Sanktionen zu bestrafen. Im besten Fall werden sie ihn davon abhalten, die Intervention auch auf den Osten der Ukraine auszudehnen, und ihn an den Gesprächstisch bringen.

Sanktionen sind nur auf lange Sicht erfolgreich - und auch das nur in einem bestimmten Kontext. Die Sanktionen gegen das Apartheid-Regime in Südafrika waren erfolgreich, weil sie auf einen Regimewechsel zielten und im Zusammenspiel mit innerer Opposition, bewaffneten Befreiungsbewegungen und internationaler Ächtung


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