DIE EU-AUSSENSEITER

Im Machtkampf um den Posten des EU-Kommissionspräsidenten schicken Europas Liberale, Grüne und Linke namhafte Kandidaten ins Rennen. Die bunte Mischung reicht vom Häfenbruder aus Überzeugung bis hin zum slicken Staatsmann

Porträts: Benedikt Narodoslawsky | Politik | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Für die Grünen geht die einzige Doppelspitze ins Rennen, beide kommen aus den wichtigsten EU-Ländern. Mit der weitgehend unbekannten deutschen EU-Abgeordneten Ska Keller ist die einzige Frau im Rennen, mit dem Franzosen José Bové ein bekannter Aktivist. Wie die beiden zu Spitzenkandidaten gewählt wurden, war auch unter den Grünen umstritten. Erstmals fanden die Vorwahlen im Internet statt, wahlberechtigt waren alle EU-Bürger. Am Ende stimmten weniger als 25.000 Bürger ab, obwohl die Grünen allein rund 200.000 Mitglieder zählen.

Die österreichischen Grünen probten zwar nicht den Aufstand wegen der Vorwahlen, zeigten sich aber wegen der Intransparenz und Datenschutzbedenken zumindest wenig erfreut. Die Islamwissenschaftlerin Ska Keller ist eine Vertreterin der Europäischen Grünen Jugend, ihre Wahl ist eine Überraschung. "Sie ist wahnsinnig engagiert in der Asyl-und Migrationsfrage", sagt der österreichische grüne EU-Kandidat Michel Reimon, "die Aufklärung übers Massensterben

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige