Her mit dem Ohrenschnuller!

Babyclubbing im Wuk: Am Sonntag legt DJ Samir erstmals für Kleinkinder auf

Stadtleben | Interview: Nicole Scheyerer | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Wenn Mama außer Haus war, machte er heimlich ihren Kofferplattenspieler an. Dann legte er Mutters liebste Schlager auf, die Stars wie Johnny Cash oder Charles Aznavour in gebrochenem Deutsch sangen. "Das war wie ein Surrogat für die abwesende Mama, eine Art Ohrenschnuller", erinnert sich DJ Samir H. Köck, dem das eigenmächtige Musikhören als Kind freilich streng verboten war. Bald schon entwickelte der Sohn einer Alleinerzieherin musikalisch "Sehnsucht nach etwas anderem" und begann, mit dem großen Spulentonband Songs aus dem Radio aufzunehmen.

Den Grundstein zu DJ Samirs riesiger Plattensammlung legte aber eine adventliche Verdienstmöglichkeit: Von den 500 Schilling, die er und sein Freund bei ihrer Tour als Nikolo und Krampus in der Großfeldsiedlung einstreiften, kaufte er als Zwölfjähriger Neil Diamonds Single "Song Sung Blue" und das Album "The Beatles/1962-66". Bald schon tönte es aus dem Fenster des Kinderzimmers im Gemeindebau hinaus auf den Gehweg - schon damals "durchaus


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