Die Achillesferse des Wladimir Putin

Einer der Gründe für den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist der Transit von Erdgas in die EU

Politik | Analyse: Wolfgang Sporrer | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Im Kreml weiß man es seit dem Ende der Sowjetunion: Gasexporte nach West-, Zentral- und Südosteuropa, das Fundament der russischen Wirtschaft, haben eine Achillesferse: die Ukraine.

Sollte der Transit hier stocken, könnte Russland einen Gutteil seiner europäischen Kunden nicht mehr beliefern. Dies würde nicht nur zu kaum verschmerzbaren Verlusten führen, sondern auch zu einer massiven Beschädigung des Images von Russland als Gaslieferant.

Besonders schmerzhaft: Wenn die Versorgungssicherheit leicht zum Spielball von politischen Konflikten werden kann, würde auch der Anteil von Erdgas im europäischen Energiemix unwiderruflich sinken.

Dies wurde und wird im Kreml als gleichsam letale Bedrohung gesehen - russische Exporte nach Europa bestehen zu mehr als 70 Prozent aus fossilen Energieträgern. Die Abhängigkeit vom "kleinen Bruder" Ukraine ist brandgefährlich für Russland.

Deshalb verfolgte Moskau in der letzten Dekade eine Doppelstrategie: Die Ukraine musste politisch im pro-russischen


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