Gefängnis? Gemach, gemach!

Ernst Strasser soll mindestens 21 Monate ins Gefängnis. Wird ihn der Oberste Gerichtshof wieder vor einem Leben hinter Gittern retten? Gründe dafür gibt es


Analyse: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Am Ende dieses langen Frühlingstages, als Ernst Strasser die Staatsanwältin anblaffte und wieder einmal die Technik versagte (die britischen Undercover-Journalisten der Sunday Times konnten nicht einvernommen werden, weil die Liveschaltung nach London nicht klappte), am Ende dieses Tages also saß Strasser ganz allein im sogenannten "Verteidigerkammerl", einem tristen neonbeleuchteten Hinterzimmer am Rande des Großen Schwurgerichtssaals.

Er wartete dort zwei Stunden auf sein Urteil. Sein Verteidiger erklärte, Strasser wolle allein sein.

Der Anwalt wusste, dass es diesmal wieder keinen Freispruch geben würde. Er wusste es vom ersten Prozesstag an. Aber sein Mandant, der ehemalige EU-Abgeordnete und Ex-Innenminister, blieb realitätsfern, kritiklos und unkorrigierbar, so wie im ersten Prozess.

Er sei Opfer eines Geheimdiensts geworden, der ihn "als Geisel nehmen" und womöglich "kidnappen und malträtieren" hätte wollen, erklärte Strasser der Richterin. Er habe damals im Brüsseler Restaurant

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