Technik Dinge, die uns brauchen

Ein Notizblock, der sogar mitlauschen kann

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Ein Notizblock ist an sich ein praktisches, vielseitiges Stück Technik. Man kann darauf herumkritzeln, Haftzettel reinkleben, Seiten rausreißen und zur Not auch eine Fliege erschlagen. Es gibt allerdings ein paar Dinge, die Notizblöcke nicht können. Etwa kann man damit keine Tonaufzeichnungen machen. Da schlägt dann die Stunde von Apps wie "Notability"(iOS), idealerweise in Verbindung mit einem iPad. Die App bietet nicht nur jede Menge wohldurchdachte Notizfunktionen, von Handschrifterfassung über viele verschiedene Designs bis hin zur Möglichkeit, PDF-Dokumente zu bearbeiten.

Das eigentliche Kernfeature ist die ständig verfügbare Aufnahmefunktion. Wenn es bei einem Vortrag einfach einmal zu schnell geht, braucht man nur auf den Aufnahmebutton zu drücken. Die Tonaufnahme wird dann automatisch der Notiz zugeordnet, an der man gerade arbeitet. "Notability" ersetzt zwar kein modernes Aufnahmegerät, genügt aber für viele Standardsituationen. Außerdem lassen sich problemlos Fotos oder Webclips in die Aufzeichnungen integrieren, es gibt eine Volltextsuche und virtuelle Post-its, die man auf die Notizzettel "kleben" kann. Die App kommuniziert zudem mit Dropbox und Google Drive. Trotz ihrer vielen Funktionen lässt sich die App ganz intuitiv bedienen. Man fängt einfach an und spielt ein bisschen herum; nach ein paar Minuten hat man die App im Griff. Bei aller Papier-Nostalgie: Für Vielschreiber ist "Notability" jedenfalls eine interessante Alternative zu Moleskine & Co.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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