Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Esteplatz: kulinarisches Leben im stillen Winkel


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Kaum ein Bezirk ist so heterogen wie der dritte, sein ruhigstes Grätzel ist aber wohl das Trapez rund um den Esteplatz zwischen Seidl-, Marxer-, Rasumofskygasse und Landstraßer Hauptstraße. Wobei man sagen muss, dass Salmund Rasumofskygasse mit ihren Barock- und Biedermeierpalais streckenweise zu den schönsten historischen Straßenzügen der Stadt zählen.

Blintschiki statt Blini

Aufgrund der Nähe zu Landstraßer Hauptstraße und Rochusmarkt ist hier nicht gerade der Bär los, aber das, was da ist, hat Substanz. Zum Beispiel Elvira's, Wiens dezidiert einziges ukrainisches Restaurant. Seit einem Jahr bietet Elvira Sari hier jene Gerichte an, die in der ganzen Ukraine einigermaßen populär sind, also vor allem Blintschiki (das ukrainische Wort für Blini; dass sie aus Verständnisgründen die russische Bezeichnung an ihre Kreidetafeln schreiben muss, macht sie nicht gerade froh) mit diversen Auflagen, Holodec (Sulz), Mlinzi (Palatschinken) und die Teigtaschen Wareniki -auch süß, mit

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