SCHWARZ ODER ROT

Politik | Doppelporträt: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Jean-Claude Juncker will Präsident der Kommission werden. Er will sparen und die Finanzmärkte zähmen

Wer ist er?

Jean-Claude Juncker wird 1954 in der kleinen Gemeinde Redingen im Westen des Großherzogtums Luxemburg geboren. Er wächst in bescheidenen Verhältnissen in einer Bergbauregion auf, die politisch links geprägt ist. Bereits sein Vater, der einst von der Wehrmacht zwangsrekrutiert wurde, ist ein hochpolitischer Kopf: Er arbeitet in einem großen Stahlwerk als Hüttenwerkspolizist, engagiert sich dort in der christlichen Gewerkschaft und bringt den jungen Jean-Claude dazu, als Kind Zeitung zu lesen, vor allem den Politikteil.

Juncker maturiert und studiert "ohne große Leidenschaft" Jus im französischen Straßburg, am Ende legt er die Anwaltsprüfung ab, wird aber nie als Anwalt tätig sein. Mit knapp 20 Jahren tritt er der Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) bei, fünf Jahre später bekommt er den Posten eines parlamentarischen Parteisekretärs. Er habe nie Berufspolitiker


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