Ski Glosse

Sieg mit Beigeschmack: Nimmersatt Hirscher

Stadtleben | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Das Weltcup-Finale brachte dem ÖSV zwei große und zwei kleine Kristallkugeln, aber auch eine schlechte Nachrede ein. Die Erfolge wurden von einer Aktion überschattet, die zwar legal, aber unsportlich war: Der als Kurssetzer ausgeloste ÖSV- Trainer Mike Pircher steckte einen extra eckigen Slalom in den Weichschnee - um dem mit der Nummer 1 startenden Marcel Hirscher einen Vorteil zu verschaffen. Felix Neureuther, Hirschers letzter Gegner im Kampf um die Slalomgesamtwertung, sprach schon vor dem Rennen von einer "Frechheit", auch der Rest der Skiwelt war not amused. Der nimmersatte Hirscher hätte wohl auch ohne Tricks gewonnen; so aber haben weder er noch der Verband Sympathiepunkte gesammelt. ÖSV-Cheftrainer Mathias Berthold gab sich wenigstens hinterher selbstkritisch; davor war auch bei ihm die Gier offenbar stärker als das Gespür.

Wolfgang Kralicek über das unrühmliche Ende der Weltcup-Saison


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