Der Teufel am Frühstücksbuffet

In "Those Who Go - Those Who Stay" reist Ruth Beckermann durch Raum und Zeit

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Paris, Straßenszene, ein Menschengewimmel vor grellen Werbeplakaten und vollgeräumten Schaufenstern. Diese anfänglichen Blicke, ganz banale Bilder, spielen auf eine der wesentlichen Inspirationsquellen zu diesem Film an: Walter Benjamin, den Flaneur und Philosophen der Passagen - der seine späteren Jahre im französischen Exil verbrachte und seinem Leben auf der Flucht vor den Deutschen 1940 ein Ende machte.

Geschlossene Erzählformen waren noch nie Ruth Beckermanns Sache, davon zeugen schon die Titel ihrer Filme - "Ein flüchtiger Zug nach dem Orient" (1999) etwa oder "American Passages" (2011). Und auch für ihre neue Arbeit, "Those Who Go - Those Who Stay", war die Filmemacherin erneut mit leichtem Gepäck unterwegs: in Frankreich, in Italien, aber vor allem in ihrem Archiv.

Behände wechselt der Film, dessen zentrales Thema freiwillige und unfreiwillige Reisebewegungen aller Art sind, nicht nur geografische Räume, sondern auch die Zeitebenen. Etliche der Begegnungen, die wir hier


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