Einfamilienhäuser auf fragilem Fundament

Mit "Und in der Mitte, da sind wir" ist Sebastian Brameshuber ein bemerkenswerter politischer Dokumentarfilm gelungen

Steiermark | Jugendreport: Maria Motter | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Welche Bereiche wären jetzt für Sie interessant?", fragt eine Stimme aus dem Off. Man blickt in das erstaunte, pausbackige Bubengesicht von Andreas: "Musik. Und Büchsenmacher", sagt er. "Wie schaut es mit Ihren handwerklichen Fähigkeiten aus?", will die Dame vom Arbeitsmarktservice dann auch noch wissen. Andreas ist einer der Protagonisten von "Und in der Mitte, da sind wir", dem zweiten Dokumentarfilm von Sebastian Brameshuber. Auf der heurigen Berlinale hatte der Film Premiere, diesen Freitag wird er bei der Diagonale erstmals in Österreich zu sehen sein. Ein Jahr hindurch hat Brameshuber mit Jugendlichen in Ebensee gedreht. Deren Alltag erzählt von gesellschaftspolitischen Zuständen in der österreichischen Provinz.

Im Mai 2009 dreht Brameshuber letzte Bilder für seine erste Doku "Muezzin" und erfährt aus den türkischen Medien von einem neonazistischen Vorfall in Ebensee. Während einer Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Ebensee konfrontieren vermummte Burschen


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