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Feuilleton | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Vera Chytilová (1929-2014)

Sie gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der tschechischen Neuen Welle: Vera Chytilová, 1929 im mährischen Ostrau geboren, war Architekturzeichnerin und Model, bevor sie die Prager Filmschule FAMU absolvierte. "Von etwas anderem"(1963), ihr Spielfilmdebüt, stellt die Lebensläufe einer Hausfrau und einer Leistungssportlerin gegeneinander. Ihr berühmtestes Werk, "Tausendschönchen"(1966), handelt von zwei leichtsinnigen jungen Mädchen, "die durch eine bizarre Reihe von Zufallsbekanntschaften, wilden Abenteuern, Fressorgien und Kuchenschlachten stolpern und in völliger Missachtung der Gesellschaft ihren Individualismus leben" (Amos Vogel). Mit dem Ende des Prager Frühlings hatte Chytilová de facto Arbeitsverbot, lehnte Angebote aus dem Ausland jedoch ab und konnte ihre Regietätigkeit erst 1976 mit der bösen Satire "Ein bisschen schwanger" wiederaufnehmen. Ihren letzten Film, "Pleasant Moments", stellte sie 2006 vor. Am 12. März ist Vera Chytilová


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