Fröhliches Arbeiten, verlorene Moral

Über die Ur- und Erstaufführungen steirischer Filmemacher bei der Diagonale. Eine Auswahl

Prescreening: Tiz Schaffer | Steiermark | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Es geht darum, dass zu arbeiten keine Last ist, sondern eine Leidenschaft. Und sich das Arbeiten damit auflöst. Liebe deinen Job und du musst nicht mehr arbeiten." Diese beinahe schon spirituell anmutenden Worte stammen von Mario Rampitsch, er ist einer der beiden Gründerväter der Grazer Designagentur En Garde. Was vor einigen Jahren als Zwei-Mann-Betrieb ins Rennen ging, ist heute ein brummendes Kreativunternehmen, das zeitweise bis zu 25 Mitarbeiter beschäftigt.

Was Rampitsch da im Interview mit der Filmemacherin Elisabeth Scharang zu Protokoll gibt, ist zudem ein paradigmatisches Statement für den rund 90-minütigen Dokumentarfilm "Kick Out Your Boss". Scharang hat sich in drei Ländern auf die Suche nach Firmenmodellen gemacht, die dem herkömmlichen Arbeitsbegriff und rigiden Unternehmensstrukturen etwas entgegensetzen wollen. Selbstredend sind die Voraussetzungen in Österreich, Brasilien und Serbien je andere, aber was En Garde, das brasilianische Maschinenbau-Unternehmen Semco

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