Baumscheibenkleister

Die Stadt Wien unterstützt Nachbarschaftsgärten und Anrainer, die Baumscheiben begrünen. Bis jetzt zumindest

Stadtleben | Bericht: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Es geht mir nicht ums Garteln", sagt Erich Koller - ihm geht es ums Prinzip. Der Architekt wohnt in der Arnezhoferstraße im Stuwerviertel. Dort betreut er mit anderen Anwohnern seit Jahren sogenannte Baumscheiben: Koller und seine Mitstreiter pflanzen hier Blumen.

Die örtliche Gebietsbetreuung (GB) hat einen Baumscheibenkoordinator, die Bäume sind nummeriert, die Baumscheibengärtchen Paten zugeteilt. Damit Hunde und Vandalen die Bürgergärtlein nicht verwüsten, haben die Aktivisten Zäune gebaut. Manche perfekt, manche improvisiert aus Abfallholz. Sogar ein Metallbett wurde zum Gartenzaun.

Anfang März bekam Erich Koller Post von der Gebietsbetreuung: Bis 17. März seien die "nicht genehmigten Einfriedungen" in der Arnezhoferstraße zu entfernen. "Jeder weiß, dass ohne Zaun Baumscheibenbegrünung nicht funktioniert", sagt Koller.

Interessant an dem Vorfall ist nicht nur der rüde Ton des Mails ("Wir fordern Sie auf ...") und das gestellte Ultimatum, sondern auch die Tatsache, dass Wien


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