Kolumne Außenpolitik

Der Kampf um die Krim: Putin pokert hoch. Das Volk spielt mit


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Die gute Nachricht kommt aus der russischen Hauptstadt. Eine Friedensdemonstration mit 50.000 Teilnehmern gegen die Annexion der Krim am letzten Wochenende übertraf selbst die kühnsten Erwartungen.

Luftballons in den ukrainischen Nationalfarben, ukrainische Fahnen neben der russischen Trikolore. Über Radio, Fernsehen und das Internet hörten Millionen der Solidaritätskundgebung auf dem Puschkinplatz zu. Größere Antikriegsaktionen gegen das Vorgehen der eigenen Regierung hat es in der jüngeren Vergangenheit nur in Europa und Amerika vor dem Irakkrieg gegeben.

Trotz der vom Kreml verordneten Hysterie und der abrupten Einschränkung unabhängiger Medien stößt Putins Kriegspropaganda im eigenen Land an ihre Grenzen.

Die russischen Antikriegsaktivisten gehen auch für die eigene Zukunft auf die Straße. Bleibt Putin mit seiner Strategie von Aggression nach außen, Chauvinismus und Desinformation nach innen erfolgreich, dann wird nicht nur der Nachbarstaat Ukraine zerrissen.

Über Russland,

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