Kardinal Hubert und seine Schäfchen

Frische Eier, Erdung und Erinnerungslücken gibt es im Café Blackout in Margareten

Stadtleben | Tschocherl-Report: Arthur Fürnhammer | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Unter den Stammgästen des Café Blackout in der Margaretenstraße 74 gibt es nur zwei Nichtraucher. Der eine heißt Werner und steht während des Lokalaugenscheins - einem Dienstagmittag - an der Bar. Der andere heißt Fritzl und sitzt am Kartentisch, dort, wo abends "die Kortnspüla dübln tan". Mittags wird aber nicht gedüblt, sondern nur ganz gediegen Konversation geführt. Fritzl unterhält sich mit Barbara und Franzi, der auch Franjo gerufen wird, weil das kürzer ist als Franz-Johann.

Franjo hat eine ungewöhnliche Leidenschaft: Der etwas über 60-Jährige bäckt gerne Guglhupf. Je nach Wunsch mit oder ohne Rosinen. Die Eier bekommt er vom Wirt im Blackout. Der wiederum bekommt sie jeden Dienstag von einem Hendlbauern aus der Amstettener Gegend.

Seit zehn Jahren bietet Wirt Hubert Pesata seinen Gästen dieses Service, das gerne angenommen wird. Bis zu 150 Eier werden pro Woche geordert. Eine Palette, das sind 30 Eier, kostet fünf Euro. Auch Barbara hat Eier bestellt. Sie kommt immer


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