Theater Kritiken

Russische Irrfahrten: besoffene Melancholie

Lexikon | SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Es ist ein betrunkener Weg nach Petuschki. Schon zu Beginn ist Daniel Sträßer als Wenja völlig gerädert, während Jasna Fritzi Bauer als streberhafte Vortragende das Publikum in die folgende Reise einführt: "Die Reise nach Petuschki" vom russischen Autor Wenedikt Jerofejew schildert eine Zugfahrt, auf der der Protagonist zunehmend besoffener wird. Und je besoffener desto surrealistischer werden auch die Begegnungen, die er macht. Der Schnaps und die Kostüme (Aleksandra Kica) stehen im Mittelpunkt der Inszenierung (Regie: Felicitas Braun). Auf den Overhead-Projektor gezeichnete Projektionen dienen als Requisiten, es werden Würstchen gegrillt und Lieder auf der Ukulele gespielt. Ein Stück besoffene Melancholie.

Burgtheater, Vestibül, So 20.00


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