Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Pop

Clemens Neufeld: Clemens

"Mehr Disco als Daft Punk, abgespaceter als Aphex Twin, hypnotischer als Basic Channel - oder jugendgefährdender als Paul Kalkbrenner?" Der Wiener Technoproduzent Clemens Neufeld, der seine Musik so bewirbt, ist nie um einen Schmäh verlegen. Vor allem aber beherrscht der Rhythmusspezialist sein Handwerk wie nur wenige. "Clemens", nach 25 Jahren Bummbumm sein erstes Album mit ausschließlich neuen Stücken, spannt von Disco bis zu dynamischem Techno einen großen Bogen. Für den zeitlosen Kick. (Neufeld) SF

Lokal

Ramsch &Rosen: Bellver

Simon Zöchbauer (tp) und Julia Lacherstorfer (voc, v, viola) machen Volksmusik, vor der man sich nicht zu fürchten braucht: Mit sympathischer Ernsthaftigkeit vermeiden sie jegliches Gauditum, die Arrangements sind abgespeckt, spröde, ja in den reinen Instrumentalstücken nahezu abstrakt und haben mit Strawinskis "Geschichte vom Soldaten" mehr zu tun als mit dem "Musikantenstadl". Und dass man Birnbam auf der zweiten Silbe betont, nehmen wir erstaunt zur Kenntnis (Lotus) KN Live: am 26.3. & 1.4. in der Sargfabrik (+ Die Strottern)

Klassik

Georg Philipp Telemann: Miriways

Zuletzt wurde die Geschichte rund um den afghanischen Feldherrn bei den Magdeburger Telemann-Tagen szenisch aufgeführt, nun ist das Drama um Liebe und Macht, Gefühl und Vernunft, Ehrlichkeit und Intrige auch auf CD erschienen. Es spielt das Freiburger Barockorchester unter Michi Gaigg mit Markus Volpert und Ulrike Hofbauer in den Hauptrollen. Ein barockes Meisterwerk mit exotischem Anstrich, ungemein bunt und herrlich instrumentiert, ganz nach Telemann'scher Manier. (cpo) MDA


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