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Harnoncourts Schule als Scuola degli Amanti

Lexikon | HR | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

So machen' s nicht alle: Statt einer szenischen Umsetzung von "Così fan tutte" machte Nikolaus Harnoncourt aus der Not des ausgefallenen Regisseurs eine Tugend und setzte gleich alle drei Da-Ponte-Opern Mozarts konzertant auf den Spielplan. Nach dem bisherigen Stand ist das ein singuläres Ereignis geworden, noch dazu, weil als Hauptprotagonisten dieselben Sänger manchmal dreimal eingesetzt werden, wie Mari Eriksmoen als Susanna, Zerlina und Fiordiligi oder Andrè Schuen als Figaro, Giovanni und Guilelmo. Dass die Rezitative oft auch "gesprochen" werden müssen, ermöglichte der grandiosen Elisabeth Kulman im "Figaro" einen Cherubino mit Stimmbruch darzustellen (diesmal ist sie die gewitzte Despina). Trotz ein paar Intonationsschwierigkeiten anderer ist das Unternehmen jedenfalls suggestiver als manche gängige Inszenierung.

Theater an der Wien, Do 19.00


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