Film Neu im Kino

Mark Wahlberg als "Lone Survivor"

Lexikon | MP | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Mit Korpsgeist gegen das afghanische Gespenst: Bis zum Marschbefehl regiert auf dem US-Stützpunkt im Hindukusch körperliche Abhärtung, dann können endlich vier Elitesoldaten auf die Jagd nach einem ranghohen Taliban-Mitglied in ein Bergdorf geschickt werden. Eine Mission, die im Frühsommer 2005 tatsächlich über die Bühne und bei der aus US-Sicht ziemlich viel schiefging, weshalb sie nun unter dem Titel "Lone Survivor" verfilmt wurde. Nicht nur das Szenario erinnert an Mark Bowdens Erlebnisbericht "Black Hawk Down" aus Mogadischu, auch Regisseur Peter Berg ("Battleship") orientiert sich an Ridley Scotts naturalistischer Kampfästhetik. Statt in staubigen afrikanischen Straßen verliert das Spezialtrüppchen diesmal in der Natur zunächst den Kontakt zur Basis, bald die Übersicht und dann ziemlich viel Blut. Die Erkenntnis, dass die US-Army beruhigt aus Afghanistan abziehen kann, will uns "Lone Survivor" am Ende dennoch mit auf den Weg geben: Wenn der bereits ziemlich gezeichnete Mark Wahlberg seine letzte Hoffnung auf die Hilfe der einheimischen Dörfler setzt, muss es auch eine solche auf zivilen Widerstand gegen das Böse geben.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis und Haydn)


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