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Der gefundene Sugar Man tritt erstmals in Wien auf

Lexikon | GS | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Die Geschichte von Sixto Rodriguez klingt gut erfunden, ist aber tatsächlich wahr. 1942 in Detroit geboren, veröffentlichte der Singer/Songwriter, der sich als Musiker kurz Rodriguez nannte, um 1970 herum zwei Studioalben, "Cold Fact" und "Coming from Reality", mit denen ihm eine überzeugende Grätsche zwischen der poetischen Bob-Dylan-Protestliedschule der mittleren und dem psychedelischen Sanftmutrock der ausgehenden 1960er-Jahre gelang. Nur dass das damals halt niemand zu schätzen wusste. Während Rodriguez die Musik nach den beiden Flops Musik sein ließ und unterschiedlichen Jobs nachging, entwickelte sich in Südafrika ein mythenumrankter Kult um den glücklosen Sänger, von dessen angeblichem Tod unterschiedliche Versionen kursierten. Ende der 1990er wurde Rodriguez schließlich von Fans ausfindig gemacht. Jahre später zeichnete der schwedische Dokumentarfilmer Malik Bendjelloul diese Suche nach und machte daraus die nach "Sugar Man", dem bekanntesten Stück des Sängers, benannte Dokumentation "Searching for Sugar Man". Der Film erhielt einen Oscar -und Rodriguez eine zweite Karrierechance, die ihn jetzt auch zu einem ausverkauften Konzert nach Wien führt.

Wiener Stadthalle, Halle F, Mi 20.00


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