Trouble Every Day: Auch nach Hartmanns Fall geht die Burg-Affäre weiter

Feuilleton | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Dienstag, 11. März: Minister Josef Ostermayer und Bundestheater-Generaldirektor Georg Springer verkünden auf einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt die Abberufung bzw. Entlassung von Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann. Springer hingegen wird von Ostermayer entlastet: Seine Verantwortung sei wesentlich geringer zu bewerten als jene Hartmanns. Springer tritt deshalb zwar als Aufsichtsratsvorsitzender zurück, bleibt aber Chef der Holding. Ensemblesprecher Roland Koch war zwar bei der Pressekonferenz, hat aber offenbar nicht aufgepasst: Noch 13 Stunden später, in der "ZiB 24", glaubt Koch, auch Springer wäre abgesetzt worden.

Mittwoch, 12. März: Der als möglicher Hartmann-Nachfolger genannte Martin Kušej, Intendant am Münchner Residenztheater, reagiert mit einem trockenen Statement: "Mein Vertrag hier geht bis zum 31.8.2016 und ich sehe keinen Grund, diese erfolgreiche und aufregende Arbeit vorzeitig zu beenden." Im Klartext heißt das wohl: Kušej steht erst ab 2016 zur Verfügung.


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