Unser täglich Rebellion gib uns heute

Der Dokumentarfilm "Everyday Rebellion" rührt einen Eintopf des Engagements an

Feuilleton | Filmkritik: Michael Pekler | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

We are like you", flüstert eine Stimme aus dem Off. "People who work hard every day. But we are angry about the political, economical and social outlook."

Eine Frau liest aus dem Manifest der Protestbewegung 15-M vor, die sich im März 2011 auf den Straßen Madrids formiert hat. Vereinnahmend in Ton und Wortwahl appelliert die anonyme Stimme an das grenzüberschreitende Gemeinschaftsgefühl der Entrechteten und Empörten. Dem entsprechend ist nach dem Schnitt eine Menge zu sehen, die zwei Jahre später auf dem Taksim-Platz lautstark gegen die Erdoğan-Regierung demonstriert.

Von der ersten Einstellung an macht "Everyday Rebellion" deutlich, dass dieser Film an einer objektiven Bestandsaufnahme ebenso wenig interessiert ist wie an den Ursachen für die Entstehung der unterschiedlichen Protestbewegungen. Was also verbindet diese miteinander? Der gewaltlose Widerstand.

Von New York über Kairo, Damaskus, Madrid, Teheran, Kiew und Istanbul reicht die Auswahl der Hot Spots of Rebellion, was unweigerlich


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