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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Es ist Zeit, mit einem großen Missverständnis aufzuräumen: nämlich dass beim digitalen Lesen die Haptik verlorenginge. Oft heißt es, das gedruckte Buch oder die Zeitung aus Papier würde ewig leben, weil sie so schön zum Anfassen und Umblättern seien, da kämen Handys und E-Book-Reader einfach nicht mit.

Sorry, aber das ist Unsinn. Denn die Gadgets bringen ihre eigenen taktilen Reize mit sich. Es fühlt sich wunderbar an, ein stylishes Smartphone in der Hand zu halten, über die Oberfläche zu streichen, darauf herumzutippen. Manch ein E-Book-Reader könnte zwar noch hübscher sein, aber grundsätzlich liegen auch diese Dinger gut in der Hand.

Gerade zu den Smartphones bauen wir eine viel engere Beziehung auf als zum Papier, weil wir die Geräte permanent mit uns tragen. Sie sind fast schon Teil unseres Körpers. Wie ich immer sage: Wir werden zu Cyborgs - und Cyborgs brauchen kein Papier.


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