Stadtrand Urbanismuskolumne

Vulkanausbrüche mitten in der Stadt

Stadtleben | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Die runden Wiener Mistkübel haben Schlote. Was dann ein bisschen nach Atomkraftwerk aussieht. Die Schlote ähneln sehr großen Zigaretten, was wohl Raucherinnen signalisieren soll, doch bitte schön dort hinein Zigarettenkippen zu werfen. Oder, um es im sprachverliebten MA-48er-Deutsch der aktuellen Kampagne der städtischen Entsorgungsbetriebe zu sagen: "Willst du mich veraschen?" Ohne R. Wegen Asche. Gerne. Leider werfen die Raucher unter uns nicht nur Asche, sondern auch brennende Tschick in die Schlote mit dem Ergebnis, dass es regelmäßig aus ihnen qualmt. Das sieht dann so putzig aus, dass Straßenfotografen und Handyfilmemacherinnen das Internet mit den entsprechenden Bildern von Wiener Miniaturvulkanen vollräumen. Um das Ganze noch putziger zu gestalten, hier eine kleine Anregung: Wieso das Design der Wiener Mistkübel nicht aufweichen? Mistkübel in Form lokaler Wahrzeichen: Burgtheater, Parlament, Stephansdom, Rat-und Opernhaus, alle mit Schloten, aus denen es munter qualmt. Bilder davon gingen um die Welt; unbezahlbare Werbung für die Stadt!

Christopher Wurmdobler filmt selbst sehr gerne qualmende Schlote an Wiener Mistkübeln


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