A Bola, die kleine Dicke

Gooool: Ein Wiener Designer weckt Vorfreude auf die Fußball-WM in Brasilien

Stadtleben | BUCHBERICHT: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Sie nennen sich "1. Kommando der Hauptstadt" und sie kontrollieren den Handel mit Koks, Heroin und anderen Candys. Im Gefängnis machen sie die Regeln: keine sexuellen Übergriffe, keine harten Drogen. Daher leben die Sträflinge relativ ruhig, und wenn sie Fußball spielen, tragen sie Leiberln und Sportschuhe. Die Aufsicht haben Sozialarbeiter, die Polizisten halten sich am äußersten Ring der Anstalt auf.

Die Bilder aus dem Gefängnis wirken, als wären sie an einem der unzähligen Fußballplätze von São Paulo aufgenommen worden. Wären nicht die Gefängnismauern im Hintergrund, die vom letzten aufrechten Werbeplakat in der ganzen Gegend überragt werden: Giselle Bündchen macht sich für Unterwäsche hübsch. Wenn sie kicken, sehen die Häftlinge das Reklamebild. Die einzige Frau weit und breit. Der Ball ist ihnen näher.

"Wenn ich spiele, bin ich frei", sagt Paulinho, Insasse des Gefängnisses Guarulhos. Er wird im Buch " Gooool do Brasil" des österreichischen Designers und Fußballfanatikers


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