Im Eiltempo zum Zwei-Klassen-Internet

Das Internet, wie wir es bisher kennen, könnte bald Geschichte sein. Einer der wichtigsten Grundsätze, die Netzneutralität, ist in Europa in Gefahr

Medien | ERKLÄRUNG: INGRID BRODNIG | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Achtung, darüber sollte jeder Internetuser Bescheid wissen: Ziemlich schlagartig wird im EU-Parlament eine umstrittene Verordnung durchgepeitscht, die auf den ersten Blick harmlos wirkt, aber die Grundpfeiler unseres Netzes ins Wanken bringen könnte (nicht das einzige strittige EU-Vorhaben, siehe S. 16).

Die "Verordnung über den Binnenmarkt für elektronische Kommunikation" will auch neue Regeln vorgeben, für welche Dienste Internetprovider vom Kunden zusätzlich Geld verlangen dürfen. Im schlimmsten Fall droht ein Zwei-Klassen-Internet und die Abkehr von der sogenannten "Netzneutralität", einer Grundregel des Internets, wie wir es bisher kennen. Elf Fragen und Antworten zu der umstrittenen Verordnung.

Netzneutralität klingt total sperrig. Warum sollte mich das interessieren?

Weil jeder betroffen ist, der das Internet nützt. Bisher gilt bei Verbindungen die sogenannte Netzneutralität: Jede Datei wird möglichst rasch weitergeleitet, egal ob ich ein E-Mail versende, eine Webseite aufrufe


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