Werner Schwab haufenweise, die Erfindung der Dunkelheit, zielsicher ins Herz

Lexikon | VORSCHAU: TIZ SCHAFFER | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Die Jahreswende war auch gleichzeitig der 20. Todestag des steirischen Dramatikers Werner Schwab. Der skandalumwitterte und sprachmächtige Dichter feierte in den frühen 1990ern große Erfolge, die Ausstellung "Haufenweise Schwab. Eine Nach lass aus stellung mit Fortsätzen" wurde diese Woche im Grazer Literaturhaus bereits eröffnet und ist nun bis zum 30.4. zu sehen. Daniela Bartens vom Franz-Nabl-Institut fungierte als Kuratorin, die Schau zeigt Materialien aus dem Nachlass, Leihgaben von Familie und Künstlerfreunden, mit Zeitzeugen und Weggefährten wurden eigens Interviews geführt.

Mike Markart ist ebenfalls steirischer Schriftsteller, für das Theater im Keller hat er nun ein Stück geschrieben, das diese Woche Uraufführung feiert. In "Edison - Die Erfindung der Dunkelheit" wird der gleichnamige Titelheld ständig von einem gewissen Göbel mit Anrufen von seiner Arbeit abgehalten. Ungute Sache, so richtig kompliziert wird es aber, weil der Schreibende, der Dramatiker selbst, in diese Sache verwickelt wird.

So gut wie immer ein Treffer sind die Stücke der Theatergruppe Rabtaldirndln. "Ihre performative Lanze", hieß es seitens der Jury, als die Gruppe 2011 für "Zielsicher" den bestOffstyria-Theaterpreis in Empfang nehmen durfte, "bohren sie direkt ins Herz der Steiermark." Nun ist das Stück wieder zu sehen, am Freitag und Samstag um 20 Uhr im Grazer Orpheum.

Immer wichtig: Um freie Medien und unabhängige Berichterstattung wird es bei der "Mediaconvention 2014" gehen, die Radio Helsinki vom 3. bis 6.4. veranstaltet.


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