"Ich erlebe eine beängstigende Sehnsucht nach einem Heil-Hitler-Gefühl"

EU-Parlamentarier Hans-Peter Martin erklärt, warum er nicht mehr antritt. Und nimmt zu den Vorwürfen Stellung, die sein ehemaliger Mitstreiter Martin Ehrenhauser gegen ihn erhebt

Politik | INTERVIEW: ARMIN THURNHER | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Hans-Peter Martin steckt voller Widersprüche. Vor 35 Jahren schrieb er im Falter Aufdeckerartikel, dennoch wurde er hier oft hart kritisiert. Die SPÖ stellte ihn 1999 als Spitzenkandidaten für die EU-Wahl auf und schloss ihn später aus der Fraktion aus. Als Liste Martin ließ er die EU-feindliche Kronen Zeitung seine Kandidatur pushen. Nun tritt er als Politiker zurück. Sein ehemaliger Mitstreiter Martin Ehrenhauser wirft Martin missbräuchliche Verwendung von Steuermitteln vor. Die Staatsanwaltschaft untersucht deswegen seit drei Jahren den Vorwurf des schweren Betrugs (darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft). Sein Rücktritt, sagt Martin, habe damit nichts zu tun.

Falter: Herr Martin, Sie beenden Ihre Karriere als Politiker und treten nicht mehr zur Wahl für das EU-Parlament an. Warum?

Hans-Peter Martin: Ich habe mich immer als Proeuropäer verstanden, der sich bemühte, mit seiner unbequemen Kritik zu positiven Veränderungen beizutragen. Zu viele Mächtige in Österreich wollen aber


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