Der große Schlaf

Nicolaus Schafhausen eröffnet eine Außenstelle der Kunsthalle Wien und sucht neue Wege des Nichtstuns


LEISTUNGSBILANZ: MATTHIAS DUSINI
Feuilleton | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Das Maishenderl brutzelt im Lehmofen und die Rote Rübe aus Schöngrabern gart in der Folie, während der serial entrepreneur (vulgo Pächter) Andreas Wiesmüller das neue Lokal der Kunsthalle Wien am Karlsplatz vorstellt. Nach sechsmonatigen Bauarbeiten eröffnete letzte Woche das Lokal "Heuer am Karlsplatz", größer und anspruchsvoller als bisher (siehe auch Gastrokritik auf Seite 41).

Handgepflückte Kräuter und eingerexter Rhabarber für den Bauch, Lesungen und Ausstellungen für den Geist: Die Kunsthalle Wien verfügt neben der Zentrale im Museumsquartier (MQ) nun auch wieder über eine attraktive Außenstelle. Ein vormals für Veranstaltungen genutzter Raum wurde in das Lokal integriert; in diesem Separee soll auch weiterhin Kultur stattfinden. Der renovierte Ausstellungstrakt wurde eine Woche vorher mit einer Schau der Malerin Silke Otto-Knapp eröffnet (der Falter berichtete).

Zwischen 800.000 und einer Million Euro hat das vom Büro BUSarchitektur gestaltete Restaurant den Pächter

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