Musiktheater Kritik

Csárdás und Sucht nach Vergangenheit

Lexikon | HR | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

In gediegenen Klischees und ein wenig Sozialkritik bedient "Gräfin Mariza" mit teils guten Regiegags die "Schlager"-Volltreffer Emmerich Kálmáns, der mit Wehmut 1925 die Sehnsüchte nach der "guten, alten Zeit" und Zigeunerromantik befriedigte. Der ab "Komm, Zigány" tadellose Sänger der Verwalter-Hauptrolle verschmiss in der Premiere ein wenig das berühmte Tenor-Entreélied von den reizenden Frauen im schönen Wien, die gesangskräftige Mariza ist leider oft nicht wortdeutlich. Komödiantisch Boris Eder als falscher Schweinebaron, der sich einmal mithilfe von Ballett und Statisterie in viele Koloman Zsupáns vervielfältigt. Als die Luft im 3. Akt dann musikalisch heraußen ist, ist der Direktor Robert Meyer mit Helga Papouschek im obligaten Komikerduo dran.

Volksoper, So 16.30, Di 19.00


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