Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Pop

The War On Drugs: Lost in the Dream

Die US-Rocker um Sänger Adam Granduciel haben einen doofzweideutigen Namen. Nicht abschrecken lassen: Auf ihrem dritten Album empfehlen sich The War On Drugs, die stilistisch zwischen Americana und zarter Psychedelik driften, als Band für jene, die Bruce Springsteen manchmal doch schon etwas muffig finden. Granduciel ist ein Perfektionist, der in den überlangen Songs nicht zuletzt ein Gefühl für Sounds und Stimmungen beweist. Das ist groß und schrammt noch dazu souverän am Stadionrock vorbei. (Secretly Canadian) SF

Jazz

Barry Guy New Orchestra: Amphi / Radio Rondo

Zwar gibt es auf dem ersten Stück weder orchestrale Passagen noch herkömmliche Soli, aber die nervösen, mit elegischen Interludes abwechselnden kammermusikalischen Interaktionen scheinen aus dem flirrenden Spiel von Violinistin Maya Homburger zu erwachsen. Die zweite Komposition/Improvisation des zwölfköpfigen Ensembles ist wuchtiger, setzt die Loops und Cluster von Pianist Augustí Fernández gegen das Orchester, für die Dauer von einer knappen halben Stunde wirkt es aber doch etwas unterstrukturiert. (Intakt) KN

Klassik

Leif Ove Andsnes: The Beethoven Journey

Mit den Konzerten Nr. 2 in B-Dur und Nr. 4 in G-Dur begibt sich der norwegische Pianist Leif Ove Andsnes auf eine weitere spannende Etappe seiner "Beethoven Journey", die ihn sämtliche Beethoven-Klavierkonzerte, die Chorfantasie und das solistische Klavierwerk Beethovens erkunden lässt. Dieses Mal steht die Lyrik, das Poetische im Mittelpunkt: Das klingt nobel-dezent, mit Andsnes' Genuss der wunderbaren Kantilenen und dem inspirierten Dialog mit dem Mahler Chamber Orchestra. (Sony) MDA Live: 26.3., 19.30, Musikverein


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