"Basti" und die starken Männer

100 Tage Sebastian Kurz: Wer berät den beliebtesten Politiker der Regierung?


PORTRÄT: BARBARA TÓTH
Politik | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Habe ich eh niemanden vergessen?", fragt er und huscht noch einmal zurück in den Empfangssalon der österreichischen Botschaft in Ljubljana. Nein, alle schon draußen. Sebastian Kurz liebt es, Hände zu schütteln. Ohne Rücksicht auf Ansehen und Rang. Es ist Donnerstag vor zwei Wochen, der österreichische Außenminister absolviert einen seiner einfacheren Arbeitsbesuche im Nachbarland Slowenien. Er ist Linie hergeflogen, und er fliegt auch Linie zurück. Sein Kabinettschef Nikolaus Marschik wartet geduldig, bis der Außenminister zum Tross aufschließt. Kurz hatte ihm vor den Botschaftsangehörigen eben Rosen gestreut, weil er jeden Sonntag ins Büro kommt für ihn.

Höfliche Zurückhaltung, das ist eines der Markenzeichen, die sich der 27-jährige Politiker für seine neue Rolle zugelegt hat. Eine gewisse jugendliche, unbeschwerte Freundlichkeit die andere. "Vieles ist learning by doing", hatte er in der Botschaft ganz offen gestanden. Neben dem slowenischen Außenminister Karl Erjavec

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