Der Nächste, bitte! Zehn Kandidatinnen und Kandidaten für das Burgtheater

Feuilleton | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Wer kommt nach Karin Bergmann? Die erste Frau an der Spitze des Burgtheaters wurde, zumindest vorerst, nur interimistisch bestellt. Für die Zeit ab 1. September 2016 wird die künstlerische Leitung demnächst ausgeschrieben, die Entscheidung soll im Herbst fallen. Wer wird's? Die üblichen und andere Verdächtige im Überblick:

Frank Baumbauer, 68: Der bayerische Intendanten-Doyen ist eigentlich schon in Rente. Für das Burgtheater aber würde er sich's vielleicht noch einmal überlegen.

Sven-Eric Bechtolf, 57: Der Schauspieler und (Opern-)Regisseur wäre 2016 frei. Gegen ihn spricht seine Performance als Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele.

Karin Beier, 48: Die Regisseurin war als Intendantin in Köln sehr erfolgreich, ist aber gerade erst ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg gewechselt. Vertragsende: 2018.

Karin Bergmann, 60: Warum in die Ferne schweifen? Wäre die naheliegendste Lösung -und wohl nicht die schlechteste.

Stefanie Carp, 57: Die Dramaturgin, bis 2013 Schauspieldirektorin der Wiener Festwochen, hat nach vielen Jahren im Festivalzirkus wieder Lust auf ein festes Haus.

Frank Castorf, 62: Seine große Ära an der Berliner Volksbühne geht genau 2016 zu Ende. Der Pensionist Castorf an der Burg? Hätte was, wird's aber eher nicht spielen.

Barbara Frey, 50: Hat ihren Intendantinnenvertrag am Schauspielhaus Zürich gerade bis 2019 verlängert. Und noch einmal lassen die für die Burg keinen vorzeitig raus.

Ulrich Khuon, 63: Ist der Inbegriff des seriösen, nicht Regie führenden Intendanten. Sein Vertrag am Deutschen Theater Berlin endet aber erst 2019.

Martin Kušej, 52: Der Kärntner Regisseur hat seinen 2016 auslaufenden Intendantenvertrag am Münchner Residenztheater noch nicht verlängert. Warum wohl?

Sebastian Nübling, 53: Der in Wien nur durch Festwochen-Gastspiele bekannte Regisseur war noch nie Chef. Zeit wär's.


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