Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Helga Pollak-Kinsky mit ihrem Theresienstädter Tagebuch im Top-Kino

Politik | BARBARA TÓTH | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Die Erinnerung an den Holocaust verändert sich, wenn die letzten Zeitzeugen hochbetagt sind und bald nicht mehr selber von ihren Erlebnissen erzählen können. Oftmals sind es Kindheitserinnerungen, die jetzt noch authentisch wiedergegeben werden können. Wie jene Helga Pollak-Kinskys, Jahrgang 1930, die als Zwölfjährige im Jänner 1943 mit ihrem Vater Otto Pollak ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurde. Pollaks Tagebuchaufzeichnungen sind, ergänzt um Kalendereintragungen ihres Vaters, eines Autors und Soziologen, kürzlich als Buch erschienen ("Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944").

Kommenden Dienstag um 19 Uhr präsentiert Frau Pollak-Kinsky ihr Buch im Wiener Top-Kino. Neben einer szenischen Lesung wird auch der Emmy-prämierte Dokumentarfilm "Voices of Children" gezeigt. Auch hier geht es um das Schicksal dreier Kinder im Ghetto Theresienstadt.

Im Anschluss diskutieren Helga Pollak-Kinsky, ihre Enkelin Sara, die Filmemacherin Zora Bachmann und der Pädagoge Peter Gstettner. Die Journalistin Edith Meinhart vom Profil moderiert. Der Eintritt zu dieser empfehlenswerten Veranstaltung ist frei, Spenden sind erbeten.

Buchpräsentation, Di., 1. April, 19 Uhr, Top-Kino


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