Es gibt auch gute Hypes

Das Kunsthallencafé am Karlsplatz ist neuer, als man dachte

Stadtleben | LOKALKRITIK: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Auch schon wieder 21 Jahre her. Zugig, gläsern, provisorisch, aber irrsinnig souverän stand der Glasquader da am Karlsplatz, regte anfänglich tatsächlich noch irgendwelche gestrigen Stadtpolitiker auf und lockte ein fröhliches, unbeschwertes Terrassenpublikum, das 1993 ja noch nicht viele Orte in Wien hatte, wo es sich mitten in der Stadt fröhlich und unbeschwert sein ließ. 2002 kam die Kunsthalle dann ins Museumsquartier, das Café blieb stehen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Man wurde fad. Vor zehn Jahren übernahm dann Bernd Schlacher den Glaspavillon, zog sich vorigen Herbst zurück und der Rest war ein gut gehütetes Geheimnis.

Das jetzt umso fulminanter gelüftet wurde, ganz viel Presse, ganz viele Namen, ganz viel Berichterstattung, ganz große Aufregung. Kurz: Der Ex-IT-Unternehmer Andreas Wiesmüller (Lomographische Gesellschaft, Magazin Biber) pachtete; dann gibt es einen "Creative Director" in Form des Betonküche-Machers Javier Mancilla, den Restaurantleiter Simon


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