Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Kein Witz, am 1. April startet ORF eins die Ausstrahlung der TV-Serie "Breaking Bad". Die abgründige Geschichte über einen krebskranken Chemielehrer, der zum erfolgreichen Drogenproduzenten avanciert, war eines der Gesprächsthemen der letzten Jahre. Warum beginnt die Österreich-Ausstrahlung erst sechs Jahre nach dem Start der Erfolgsserie?

Einer der Gründe ist, dass Erfolg im US-Fernsehen anders definiert wird als in Europa. Was dort top ist, gilt hier als Flop. Die Süddeutsche rechnete nach und kam drauf, dass die Serie "Homeland" bei der Erstausstrahlung im Bezahlsender Showtime 1,1 Millionen Zuseher hatte und als Quotenhit galt. Die deutsche Version lief kostenlos auf Sat.1, mit einer Million Zuseher ein Misserfolg. In den USA werden anspruchsvolle Serien als Kulturprodukte geachtet, ihr Erfolg hierzulande an Trashformaten wie "Wetten, dass ?" gemessen. "Breaking Bad" ist einfach zu gut für den ORF.


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