Du kannst nicht immer 17 sein

Der Rapper Left Boy legte im Linzer Posthof einen charmanten Auft ritt hin. Dabei zeigte sich, dass er nicht nur Facebook-Fans hat

Feuilleton | REPORTAGE: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Es gibt einen Parameter, an dem sich das Älterwerden zuverlässig ablesen lässt: Man wird auf Konzerten häufiger gesiezt. "Haben Sie noch eine Karte?", fragen am Samstagabend aufgeregte und doch höflich Schlange stehende Jugendliche an der Posthof-Kassa vor dem Auftritt von Left Boy. Leider, Kinder, der Onkel muss selber rein.

Das Haus ist also ausverkauft. Nachdem zuletzt gemunkelt wurde, der Heller-Sohn würde vom Namen seines Vaters zehren und de facto in halbleeren Sälen spielen, zeigt sich hier, dass er nicht nur Facebook-Fans hat. Das ohrenbetäubende Gekreische, als er um Punkt 21 Uhr die Bühne betritt, ist ein Indiz für Ruhm in der realen Welt. Von der ersten Sekunde an sind die Kids - 95 Prozent der Konzertgäste sind zwischen 14 und 20, die Eltern fungieren als Hol-und-bring-Dienst -komplett aus dem Häuschen. Viele können jede Zeile des Mittzwanzigers mitrappen. Hier erreicht jemand sein Publikum.

Neben den Songs des Albums "Permanent Midnight" spielt Left Boy auch Stücke,


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