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Fahrstuhlmusik für die Fahrt zur Hölle

Lexikon | GS | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Fahr zur Hölle" lautet ein Songtitel ihres Anfang des Jahres erschienenen Albums "Piano Nights", aber so böse, wie man glauben möchte, klingen Bohren & der Club of Gore gar nicht (mehr). Bekannt wurde die seit den ausgehenden 1980er-Jahren aktive deutsche Rockband mit dem Experimentalfaible nach wüsten Anfängen mit einer Zeitlupenversion von Metal. Weiter ging die Klangreise dann in Richtung Ambient-Jazz, der allerdings weniger gefällig als vielmehr düster daherkam und stets in sattes Schwarz gekleidet war. Gegenwärtig spricht die Band selbst von "Fahrstuhlmusik"; harmlose Klangtapete fertigen Bohren &der Club of Gore freilich immer noch keine an. Die Musik auf "Piano Nights" hat zwar etwas Meditatives, nach wie vor aber auch etwas Bedrohliches an sich, auch wenn dieses Bedrohliche weniger offensichtlich ist als früher.

Grelle Forelle, Sa 19.30


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