Kunst Kritik

Kein Paradies: Globalisierungskritik als Vorhölle

Lexikon | NS | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Wenn zeitgenössische Künstler mit Alten Meistern zusammengespannt werden, funktioniert das selten gut. In der Schau "Das Neueste Weltgerichtstriptychon" dient das berühmteste Werk der Gemäldegalerie der Akademie, das "Weltgerichtstriptychon" von Hieronymus Bosch als Aufhänger. Ein Warnsignal liefert schon das kuratorische Ansinnen, das Buch "Empire" von Negri/Hardt mit der mittelalterlichen Apokalypse zu verknüfen. So bleibt der Film "After Empire" von Herman Asselbergh und Dieter Lesage kryptisch. Das Künstlerduo Creischer/Siekmann inszenierte in einem Shopping Center eine Art globalisierungskritische Oper. Ina Wudtke gereicht schon Immobilienspekulation zum Höllenvergleich: Ihr Video "Der 360.000 Euro-Blick" ist die Geschichte einer Vertreibung.

xhibit, Akademie der bild. Künste, bis 18.5.


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