Kommentar Kulturpolitik

Kleiner Wert, großer Preis: Soll der Staat das Essl-Museum retten?

Falter & Meinung | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Vor wenigen Wochen wurde die Falter-Anfrage noch empört verneint. Natürlich sei die Sammlung von Baumax-Chef Karlheinz Essl nicht von den Finanznöten seiner Baumarktkette betroffen. Nun berichtet das Magazin Trend, dass die Gläubigerbanken die auf 250 Millionen Euro geschätzten Bestände des Essl-Museums in Klosterneuburg sehr wohl ins Visier nehmen. Zwar brachte Essl die Sammlung vor zwei Jahren in eine gemeinnützige Stiftung ein, doch weil die dafür ausschlaggebende Fünfjahresfrist noch nicht abgelaufen sei, würden die Werte im Insolvenzfall der Masse zufallen, so Trend.

Der kunstaffine Unternehmer wendet sich nun an die öffentliche Hand, um die Bestände zu erhalten. "Meine Frau und ich sind bereit, die gesamte Sammlung der Republik zu übergeben, wenn wir damit Baumax und somit 4000 Arbeitsplätze retten können", schreibt Essl in einer Aussendung. Kulturminister Josef Ostermayer reagierte prompt und berief für kommende Woche einen runden Tisch mit allen Beteiligten ein. Soll


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