Jazz Tipp

Es tönt, trötet, kracht: Hier wird Jazz gemacht

Lexikon | KN | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Schon wieder ein Jahrzehnt ist es her, dass sich die Jazzwerkstatt Wien konstituierte und der Szene einen kräftigen Kreativschub verpasste. Wer die ersten selbstorganisierten Festivals für ein Strohfeuer hielt, wurde längst eines Besseren belehrt: Die Werkstattleiter, heute fast durchwegs Thirtysomethings, haben sich als musikalische Fixgrößen etabliert, ohne eine Platzhirschenmentalität zu entwickeln oder ihre ästhetischen Offenheit aufzugeben. Auch der Anspruch, in neue Konstellationen einzutreten, Nachwuchs zu rekrutieren und mit Musikern jenseits der Genregrenzen zu kooperieren, ist ungebrochen, wie man am abwechslungsreichen, aufwendigen und ambitionierten Programm des Zoom! Festival im Wuk sieht.

Von 1. bis 5. April werden täglich jeweils drei Sets präsentiert, die vom Neue-Musik-Ensemble nee. bis zum Popduo Fijuka, von der bläserlastigen Hymnik des Jazzsextetts Hornhub bis zu den Soundbasteleien von Leo Rieger und Manu Mayr (die als König Leopold auch Rap-Dadaismus betreiben), von der grenzgängerischleidenschaftlichen Sängerin Maja Osojnik bis zum Bartók-beeinflussten Free Jazz des Quartetts Jazzator um die russische Pianistin/Vokalistin Marina Sobyanina reichen.

Wuk, Projektraum, 1. bis 5.4.


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