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Der Biber nagt alles kaputt? Unser Autor war einem Tier auf der Spur, dessen Lebensraum bis in die Stadt reicht

Stadtleben | REPORTAGE: PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Pistudeppat", stößt ein Jogger im Prater zwischen zwei Atemzügen hervor und gibt so mit wienerischem Idiom zu verstehen, dass er gerade ein mitteilungswürdiges Erlebnis hatte. "Ich laufe hier jeden Tag ums Lusthauswasser und jetzt sind wieder drei große Bäume umgenagt. Ich mag sie eh, die Biber, aber so wie das jetzt hier ausschaut, ist das auch nicht mehr schön."

Diese Meinung kann man gerade zu Beginn des Frühlings in Wien immer öfter hören. Über 120 Jahre lang waren diese größten europäischen Nagetiere in Österreich ausgerottet, bis man Ende der 1970er-Jahre 20 Individuen in der Unteren Lobau wieder auswilderte. Das Comeback der Biber verlief überaus erfolgreich, sodass es jetzt nach Angaben des Wiener Forstamts im Wiener Stadtgebiet außerhalb des Nationalparks bereits 60 Reviere mit circa 230 Tieren gibt.

Die einen verstehen es als Auszeichnung, dass eine Großstadt einem Wildtier natürliche Lebensräume bietet. Die anderen sehen darin aber eher eine Plage als ein urbanes


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